Freitag, 17. April 2009

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Sitzung Gemeinderat am 18. März 2009


Der Gemeinderat genehmigt den Vertag mit der N-ERGIE zur Vertriebsunterstützung.
Die N-ERGIE geht mit Kommunen, welche selbst Strom von der N-ERGIE
abnehmen, Werbeverträge ein. Hagenbüchach kann ein Volumen von € 5.889
im Jahr 2009 ausschöpfen.
Die Jahresrechnung 2008 wurde dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben.
Haushaltsreste sollen nicht gebildet werden. Die Prüfung der
Jahresrechnung wurde dem Rechnungsprüfungssausschuss übertragen. Die
angefallenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben 2008 wurden
genehmigt.

Freitag, 13. März 2009

Bürgerversammlung am 13. März 2009 in Hagenbüchach

Bürgermeister David Schneider verteidigte die Beschäftigten der Kommune:

Gemeindearbeiter fahren nicht bloß spazieren

In Bürgerversammlung über sein erstes Jahr als Gemeindeoberhaupt
Rechenschaft gegeben

Zu seiner ersten Bürgerversammlung hatte der neugewählte Hagenbüchacher
Bürgermeister David Schneider eingeladen und rund 85 Gemeindebürger
waren gekommen. Dabei kritisierte er auch manche Bürger.

Eingangs stellte er heraus, dass er von seinem Vorgänger Hans Wick eine
tadellos funktionierende Verwaltung übernommen habe. Auch die
Zusammenarbeit mit seinem Bürgermeisterkollegen Werner Friedrich aus
Wilhelmsdorf 'und den Mitarbeitern der seit zwei Jahren bestehenden
Verwaltungsgemeinschaft sei absolut vorbildlich und sogar etwas familiär
geprägt. Die oft geäußerten Meinung, die Gemeindearbeiter führen bloß
mit ihren Fahrzeugen spazieren, könne er nicht im Raum stehen lassen.
Die beiden Bauhof-Mitarbeiter müssten sich um alle anfallenden Arbeiten
in der Kläranlage, beim Kanalverlegen, bei der Pflege der Grünanlagen,
Maurer-und Erdarbeiten, Pflaster- und Elektroarbeiten und Instandhaltung
des Fuhrparks kümmern.

Der Bevölkerung sei die Gemeinde entgegen gekommen, in dem sie die
Wertstoff-Sammelstelle jetzt an zwei Wochentagen geöffnet halte. Zum
Leidwesen der dortigen Mitarbeiter lieferten einige Leute ihr Plastik
schmutzig und unsortiert ab und meinten, „die werden das schon machen".

Der Kindergarten ist laut Schneider mit 44 Kindern gut ausgelastet.
Kinder von zwei bis sechs Jahren würden betreut. Wären wir ein Betrieb
in der freien Wirtschaft, hätten wir den Kindergarten schon lange
abgestoßen. Ein Kindergarten sei für die Kommune kein lohnendes
Geschäft, die Gemeinde zahle jährlich rund 70 000 Euro für den
Unterhalt. Aber für unsere Kleinsten tun wir das gerne – es ist uns
wichtig, betonte er.

Schneider beklagte, dass der Schneeräumdienst in den Stichstraßen oft
durch Bäume, Sträucher oder Fahrzeuge in seiner Arbeit behindert werde.

Rückblickend nannte Schneider als größeres Ereignis die 850-Jahrfeier
der Gemeinde, sowie die Einführung der beiden Pfarrerinnen. Danach ging
er auf einige wichtige Arbeiten ein: Restarbeiten am Rathaus mit
Anlegung eines Brunnens, die Errichtung eines Jugendtreffs in der
Hochstraße, die Verbesserung der Ortsbeleuchtung, die Anlage eines
Gehwegs im Baugebiet Haselnussgärten, in dem vier Baugrundstücke
verkauft werden konnten.

Endlich habe Hagenbüchach einen DSL-Anschluss. In Bräuersdorf sei die
Parkplatzsituation und ebenfalls die Ortsbeleuchtung am
Schulbuswartehäuschen verbessert worden. In Oberfembach sei die
Ortsstraße fertig, der Löschweiher abgedichtet und die Verkehrsinsel
bepflanzt.

Die Gemeinde Hagenbüchach zählt 1220 Bürger mit Hauptwohnsitz und 61 mit
Nebenwohnsitz. Den zehn Geburten im Jahr 2008 stünden leider auch zehn
Sterbefälle gegenüber.

Zur Verschuldung sagte der Bürgermeister, die Gemeinde habe sechs
langfristige Darlehen in Gesamthöhe von 99 579 Euro zu tilgen. Für das
Baugebiet Haselnussgärten steht ein Darlehen, mit Stand vom 31.12.08,
bei 594 247 Euro. Im Jahr 2008 konnten schon 300 000 Euro getilgt
werden. Die Gemeinde habe 2008 1,148 Millionen Euro eingenommen und 853
000 Euro Gesamtausgaben verbucht.

Schneider ging auch auf die Wirtschaftskrise kurz ein. Von ihr seien
auch Bürger, die im Ballungsraum Nürnberg/Fürth/Erlangen beschäftigt
sind, betroffen. Die Gemeinde müsse sich wappnen, ihre Kosten müssten so
gering wie möglich gehalten werden. Er kam auch auf das Thema
Konjunkturpaket II zu sprechen. Seiner Auffassung nach wäre es
sinnvoller gewesen, das Geld nach Einwohnerzahl (110 Euro pro Einwohner)
zu verteilen, dann hätte jede Gemeinde etwas bekommen. So aber kämen
Kommunen in den Genuss dieser Gelder, die jahrelang nichts in ihre
Gebäuden investiert haben; Gemeinden, die vernünftig gewirtschaftet
haben, gingen dagegen leer aus.

Samstag, 21. Februar 2009

Gemeinderat Hagenbüchach stellte seinen Haushaltsbeschluss bis zur Märzsitzung zurück

Reichhaltige Investitionen werden geplant

Über 20.000 Euro für Nachwuchs – DSL-Netz ausbauen – Außenanlagen am Rathaus verschönern

Der Gemeinderat Hagenbüchach wird voraussichtlich in seiner Sitzung am 18. März seinen Haushalt 2009 beschließen. Vorher wird noch abgewartet, ob das Konjunkturpaket II am heutigen Freitag den Bundesrat passiert.

Bürgermeister David Schneider informiert die FLZ vorab über die größten Investitionen der Gemeinde. Der Verwaltungshaushalt hat derzeit ein Volumen von 1,548 Euro und der Vermögenshaushalt von 600.000 Euro. Kredite werden nicht aufgenommen.

20.000 Euro sollen in die Außenanlagen am Rathaus und in den VHS-Raum investiert werden.

Das Mehrzweckfahrzeug für die Feuerwehr (54.000) Euro will die Gemeinde mit 12.000 Euro bezuschussen. Das alte Feuerwehrfahrzeug erbt der Bauhof.

Über 20.000 Euro gibt man für den Nachwuchs aus, davon 15.000 Euro für einen Kinderspielplatz, 5.000 Euro für den Bau eines neuen Spielplatzes und 1.000 Euro für den Jugendtreff.

Der Kindergarten wird heuer 25 Jahre alt und bedarf einer Sanierung. 12.000 Euro investiert die Gemeinde in den Ausbau der DSL-Verbindungen. Die Erneuerung der Kläranlage in Oberfembach wird voraussichtlich mit 30.000 Euro zu Buche schlagen und das Regenrückhaltebecken in Hagenbüchach mit 15.000 Euro.

Eine Oberleitung der N-ERGIE von Pirkach in Richtung Hagenbüchach, so ein anderer Tagesordnungspunkt, wird in Hagenbüchach in die Erde verlegt. Hierzu fiel ein einstimmiger Beschluss. Fünf Grundstücke sind auf einer Länge von rund 600 Metern betroffen. Diese Maßnahme wird voraussichtlich im Herbst durchgeführt.

Das Gemeindeoberhaupt rechnet nicht damit, dass Hagenbüchach aus dem Konjunkturpaket II profitiert. Diesbezüglich hatte er sich Anfang der Woche persönlich in Ansbach erkundigt. Allenfalls für die Sanierung der Turnhalle der Grundschule Emskirchen rechnet er sich Chancen aus. Rathauschef Schneider hielt hier seinen Unmut nicht zurück, denn die Gemeinden, die sich jahrelang um eine ordentliche Bausubstanz bemüht hätten, erhalten nichts im Gegensatz zu den Kommunen, die sich nicht darum gekümmert hatten. Auch die Auszahlung über ein extra Gremium stieß bei ihm auf Missfallen. In gleicher Weise hatte sich sein Langenfelder Bürgermeisterkollege Reinhard Streng im Kreisausschuss geäußert.